Dr. BARBARA LAIMBÖCK

Ärztin, Psychotherapeutin

Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP)

Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) ist ein Psychotherapieverfahren auf psychodynamischer Basis. Ein Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von Imaginationen. Dabei spielen die therapeutische Beziehung ("Übertragungs-Gegenübertragungs-Beziehung") und eine bildhafte "Sprache des Unbewussten" eine wesentliche Rolle. Diese Sprache des Unbewussten zeigt dem Patienten wie dem Therapeuten in einer symbolisch verschlüsselten Form einerseits seine Konflikte und seine Entwicklungsstörungen auf und gibt andererseits auf der Ebene des "Bilderns" Hinweise auf mögliche Konfliktlösungen und auf die Mobilisierung von Ressourcen.

Unter "Imagination" sind Vorstellungen bewusster und unbewusster Art zu verstehen. Sie werden mit allen Sinnen wahrgenommen, in der Therapie beschrieben und im Anschluss daran sprachlich oder gestalterisch nachbearbeitet. In der "Bildersprache des Unbewussten" stellen sie auf symbolische Weise Aspekte der Person, ihrer Rolle und ihrer Beziehungen dar. Auch wenn Sie sich zum Beispiel einen Baum vorstellen, hat er etwas mit Ihnen zu tun und mit einer für Sie wichtigen SItuation. Je nachdem, ob er alleine ist oder in einer Gruppe steht, ob er blüht oder alle Blätter verloren hat, repräsentiert er etwas für Sie Wichtiges. An Hand dieser Imagination können wir schauen, was der Baum aussagt, was er vermisst, was ihm gut tut, was er braucht und wie er das Fehlende bekommen kann. Das ist aber lediglich ein kleines Beispiel für den Reichtum an inneren Bildern, die thematisiert werden und über den Umweg des Symbols ungehindert dargestellt werden. Für unetrschiedliche Lebensthemen kann einerseits mit Standardmotiven, andererseits aber auch mit Ihren ganz persönlichen Motiven in Form geeigneter Imaginationen gearbeitet werden.
Eine vom Therapeuten begleitete Imagination kann sehr hilfreich sein bei der Bearbeitung von Konflikten, bei der Stabilisierung des Selbstgefühls, bei der Aktivierung seelischer Ressourcen und bei der Bewältigung von Traumatisierungen.

In der KIP ist der "Blick zurück" in die biographische Vergangenheit weniger wichtig als der "der Blick nach vorn" und das Auffinden von emotional korrigierenden neuen Beziehungserfahrungen. Indem sie Kreativität, Phantasie und Symbolisierung unterstützt, trägt die KIP viel bei zur "Meisterung" von Problemen, für die man bisher noch keine Lösung finden konnte. Da diese Heilungsprozesse Zeit benötigen, sind KIP-Kurztherapien eher eine Ausnahme, während mittellange (ca. 30 – 90 Sitzungen) oder Langzeittherapien mit der KIP selbst bei schweren Persönlichkeitsstörungen (z. B. vom Borderline-Typ) dauerhafte Erfolge verbuchen können.

Üblicherweise wird die KIP im Einzelsetting angewandt. In letzter Zeit hat sich darüber hinaus mit viel Erfolg auch die Paartherapie mit der KIP etabliert. Diese wende ich in Kombination mit der sehr effizienten Imago-Therpie an.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete für KIP-Therapien sind neurotische (Depressive Störungen, Angststörungen) und psychosomatische Erkrankungen (Essstörungen, Darmerkrankungen u. v. a.). Außerdem habe ich auch gute Erfolge mit einer Behandlung von traumatisierten Personen erzielt und bei Patientinnen und Patienten mit schweren Persönlichkeitsstörungen. Ein Ausschlusskriterium sind insbesondere Intelligenzmängel und hirnorganische Syndrome.

Katathym Imaginative Psychotherapy

Katathym Imaginative Psychotherapy (KIP, engl. "Guided Affective Imagery") is a method of psychotherapy, which is based on a psychodynamic view of mental health and mental illness. The focus of the KIP technique, the application of imaginations, is defined by psychoanalytic basic assumptions of the Unconscious, especially the symbol formation and the very important position of the therapeutic relationship ("transference-countertransference-relationship").

On the one hand KIP emphazises the importance of the relation between the therapist and the patient, comparable to psychoanalysis. On the other hand KIP widens its own psychoanalytic based view and its therapeutic procedure by introducing a specific new element, the imagination. The term "Imagination" means all sensuous perceptions and all conscious and unconscious images building an "Inner World" of representations. While listening to the imagination of the patient, who describes and explains his symbolic presentations, the therapist seldom asks and clarifies. In another session the imagination is discussed and often performed like a little work of art.

In the language of the Unconscious imaginations represent aspects of persons themselves, their role in relationships and their ego-structure. An imagination, accompanied by a non-directive therapist is very able to support conflict salvation, improvements of feelings of self-value, activation of mental resources and coping of traumatic experiences.

In KIP the biographic details ("yesterday") are less important as the "prospective aspect" ("future"), because only future gives the chance to find out emotional correcting experiences of relations with other people. Supporting creativity, phantasy and symbolization KIP contributes a lot to the experience of "Mastering" of problems not solved up to now.

Because healing of mental problems needs enough time, there are seldom realistic purposes to reach good therapy outcomes in short-time-therapies. Middle-time-therapies (50 – 90 h) or long-time-therapies however are able to achieve good results even in treatment of severe personality disorders. Usually KIP is applied as individual therapy. Couple therapy is enveloped in the moment and seems to become very successful.

The most important indications to use KIP are neurotic disorders (like depressions or anxiety disorders) and psychosomatic diseases (like eating disorders or stomach diseases). The application of KIP by specialized therapists gives hopeful results in the treatment of post traumatic disorders as well as severe personality disorders. People with a lack of intelligence or with somatic cerebral diseases cannot be treated by KIP.